3 - 5 €
Bezahlung in bar an der Abendkasse.
ORT:
Halle 1
DAUER:
90 Minuten
SPRACHE:
Der Test: DE m. EN Übertiteln. Manchmal diese Unmöglichkeit: EN. On Fantasy, Residue and (soft?) Lies: Keine Sprache
Good Morning Gießen
Drei kurze Stücke von Hannah Rumstedt, Denise Lim, Azahara Sanz Jara
3 - 5 €
Bezahlung in bar an der Abendkasse.
ORT:
Halle 1
DAUER:
90 Minuten
SPRACHE:
Der Test: DE m. EN Übertiteln. Manchmal diese Unmöglichkeit: EN. On Fantasy, Residue and (soft?) Lies: Keine Sprache
An diesem Abend kommen drei Studierende des Instituts für angewandte Theaterwissenschaft in Gießen für eine Werkstattschau zusammen. An den Projekten sind auch Studierende anderer HTA-Partnerhochschulen beteiligt (HfG Offenbach, Goethe-Universität Frankfurt). Jede der Arbeiten beschäftigt sich auf ihre Weise mit dem Unfertigen und Unerkennbaren, mit Übergängen und Überschüssen und nicht zuletzt mit den Bildern, die der Widerspruch schafft, statt mit seiner Aufhebung. So werden auch die drei Arbeiten nicht einfach voneinander abgesetzt, sondern ineinander geschoben und in Spannung zueinander gebracht.
Der Test
von Hannah Linda Theodora Rumstedt
Mit: Simon Bambach und Philipp Wagner
Mit einer Kamera bewaffnet suchen wir durch die Perspektive eines Ego-Shooters zwischen Cornflakes, Karaoke und der Ambivalenz von Gewalt und ihren Gesten nach dem richtigen Bildausschnitt — und nach dem Austritt aus dem Bild.
Manchmal diese Unmöglichkeit
von Denise Lim
Mit: Milan Eckart, Jiyoung Yoo, Freddi Schnellinger, Emilia Puiadas
„Manchmal diese Unmöglichkeit“ (Arbeitstitel) knüpft an die frühere Zusammenarbeit im Rahmen der Ausstellung „Manchmal diese Möglichkeit“ von Simon Gilmer in der Zollamt Galerie in Offenbach an. „Manchmal diese Unmöglichkeit“ untersucht das Übermaß in jedem Bild und die Rekonstruierbarkeit von Erinnerung an der Schnittstelle zwischen Tanz und Szenografie. In einer suchenden Bewegung soll etwas angesprochen werden, das noch nicht erkannt werden kann.
On Fantasy, Residue and (soft?) Lies
von Azahara Sanz Jara
„The yellow was yellow. She hid from the guy throwing the trash. That wall was cold, this time she kissed it with her cheek. I heard a scream from the distance answering back the same exact words. And purple flowers. Ok, the sixth time she realised that the length of the kiss affected the bond with the brick and this brick had been special, not the kind of special because of being the first brick but special because of their eyes.”
Biografien
Hannah Rumstedt
Aus einer situationistischen Praxis der Raumumgestaltung heraus entwickelt Hannah Rumstedt 2018/19 im ehemaligen Kellersystem der Kultstätte Keller in Berlin Neukölln eine Form des Live-Kinos. Nach der Gründung des NIE Theaters 2018 und über 25 gemeinsamen Produktionen arbeitet sie seit 2026 selbstständig. In den Bereichen Regie, Text und Bühne bringt sie 2019 mit „Mark Macht Theater“ eine Heidelberger Tiegelpresse auf die Bühne des leerstehenden alliierten Kinos L’Aglion. 2020 entwickelt sie gemeinsam mit Adam Kraft im Nachbau der Schinkel’schen Bauakademie die Bühnensituation für „Martyrium auf Probebühne C“ (Regie: Jonathan Frisch). Während der Pioniernutzung des Hauses der Statistik engagiert sie sich in der Pioniervertretung und bespielt die Glasfront zur Karl-Marx-Allee mit der Wiederaufnahme von „Mark Macht Theater“. Zur Spielzeiteröffnung von René Pollesch realisiert sie für den Sternschuppen der Volksbühne Berlin „Wir sind nicht nett“ und verantwortet Text, Regie, Kamera und Bühne der Inszenierung in einem Wohnwagen auf dem Rosa-Luxemburg-Platz. 2021 aktiviert sie mit „Wir sind nicht nett 2“ eine Containerlandschaft an der Karl-Marx-Allee als Bühne und transformiert für „Grind Side of the Moon“ (Regie: Jakob Gerber) den Glaspavillon der ehemaligen Agon Backstube in einen Poolraum des Hotels The Moon. Für „Peer Gynt“ entwickelt sie gemeinsam mit Lars Eidinger und John Bock die Kinematografie an der Schaubühne Berlin. Dort arbeitet sie von 2023 bis 2025 zudem als Videotechnikerin. 2024 bespielt sie das City Kino Wedding mit ihrem Live-Theaterfilm „Der Falsche Film“ sowie zuletzt die ehemalige Toilettenanlage Klo im Viktoriapark Kreuzberg mit dem Radiotheaterstück „Schneller als die Sonne“ und einem kuratorischen Experiment zum Verhältnis von Gästen und Gastgebenden. Seit 2025 studiert sie im Master Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen.
Denise Lim
Denise Lim ist Tänzerin und Choreografin und arbeitet in den Bereichen Theater, Film und ortsspezifische Kontexte. In ihrer kollaborativen Praxis erforscht sie die Begegnung des Körpers mit Objekten und Umgebungen – wie er diese formt und selbst geformt wird, wie er Nähe, Lust und den Blick einlädt und ihnen widersteht. Durch Improvisation und partiturbasierte Methoden kultiviert sie gesteigerte Zustände der Präsenz und experimentelle Formen des Beobachtens. Denise schloss 2020 ihr Studium an der Dänischen Nationalen Schule für Darstellende Künste in Kopenhagen mit einem BFA in Tanz und Choreografie ab und absolviert derzeit ihren Master in Choreografie und Performance an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Sie war Stipendiatin des Impulstanz Danceweb-Stipendiums im Jahr 2019 und des Atlas-Programms im Jahr 2025.
Azahara Sanz Jara
Azahara Sanz Jara, geboren in Spanien und wohnhaft in Salzburg, ist Performancekünstlerin, Choreografin und freischaffende Tänzerin. Sie absolvierte 2018 ihr Studium an der SEAD (Salzburg Experimental Academy of Dance). Ihre choreografische Praxis untersucht Bewegung, Imagination, Träume und verkörperte Archive und erforscht, wie Fantasie und überlieferte choreografische Sprachen Präsenz, Wahrnehmung und Möglichkeiten des Werdens formen. Frühere unabhängige Arbeiten umfassen „Merging“ (2024), „Emotional Creatures“ (2022) und „CALMA“ (2020, in Zusammenarbeit mit Christian Borchers), gezeigt beim tanz_house Festival und performDance Festival Salzburg. Seit 2019 arbeitet sie als Tänzerin in Zusammenarbeit mit CieLAROQUE / Helene Weinzierl (AT) und tourt national und international. Zudem arbeitete sie mit Ceren Oran – Moving Borders (DE), b-m.w dance company (AT), La Fura dels Baus (ES) sowie in Opernproduktionen bei den Salzburger Festspielen (AT). Seit 2020 arbeitet sie als Choreografin für Theaterproduktionen wie „Die Räuber“ (Staatstheater Nürnberg), „Der Sturm“ (Oldenburgisches Staatstheater), „Kabale und Liebe“ (Burgtheater Wien), „Amsterdam“ (Oldenburgisches Staatstheater), „Knechte“ (Kosmos Theater Wien), „Fiesta“ (Theater an der Parkaue Berlin), „Oma Monika“ (Staatstheater Mainz) und „Vorstadtkrokodile“ (Stadttheater Gießen) u. a.
Kooperationspartner*innen: