{"id":1115,"date":"2026-07-07T14:35:19","date_gmt":"2026-07-07T12:35:19","guid":{"rendered":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/?page_id=1115"},"modified":"2026-07-07T15:31:31","modified_gmt":"2026-07-07T13:31:31","slug":"hanna-launikovich","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/einfach\/hanna-launikovich\/","title":{"rendered":"Hanna Launikovich"},"content":{"rendered":"<p>Hanna Launikovich ist eine Performance- und Klangk\u00fcnstlerin belarussischer Herkunft. Sie lebt in Frankfurt am Main und hat einen Master-Abschluss in Choreografie und Performance am Institut f\u00fcr Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen.<br \/>\nSeit 2018 besch\u00e4ftigt sich Hanna Launikovich mit interdisziplin\u00e4ren dokumentarischen Praktiken. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Klang, Performance und dem nicht Einzuordnenden. Sie nimmt Themen wie Trauma, Nostalgie und Isolation in den Fokus und erkundet diese mithilfe immersiver Klangumgebungen, Feldaufnahmen, vokaler Improvisationen, Lo-fi-Texturen und Performance-Partituren. F\u00fcr sie ist Sound nicht blo\u00df etwas Begleitendes: An der Schnittstelle zwischen Komposition und Improvisation sowie zwischen Archiv und Unmittelbarkeit kristallisieren sich in Hanna Launikovichs Praxis die Kernfragen ihrer Arbeit heraus \u2013 wie Sound Erinnerung performt und wie Erinnerung durch Sound performt wird. Seit 2023 komponiert Hanna f\u00fcr Theaterproduktionen und performt in ihnen, sie integriert Sound in ihre eigenen Performances und multidisziplin\u00e4ren Kunstprojekte. Ihre Arbeiten wurden in Deutschland, Italien, D\u00e4nemark, der Schweiz, Polen und Estland pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Rechercheprojekt:<br \/>\nDas Rechercheprojekt \u201eshe-zoo\/schizo\/\u0428\u042b\u0417\u0410\u201c befasst sich mit einer der am wenigsten beachteten aktuellen Menschenrechtskrisen in Europa: der systematischen Inhaftierung und Folter weiblicher politischer Dissidentinnen in Belarus. Seit dem Versuch einer Revolution 2020\u20132021 werden Menschen weiterhin festgenommen und wegen Beitr\u00e4gen und Likes in sozialen Medien als Extremisten abgestempelt. Ihre Aussagen existieren zwar \u2013 in Menschenrechtsberichten sowie in belarussisch- und russischsprachigen Medien \u2013, bleiben jedoch im europ\u00e4ischen \u00f6ffentlichen Diskurs fast vollst\u00e4ndig unsichtbar. Die Erinnerung verblasst, w\u00e4hrend die Realit\u00e4t fortbesteht.<br \/>\nAnhand der Zeugnisse weiblicher politischer Gefangener wird Hanna Launikovich untersuchen, wie sich politische Gewalt im K\u00f6rper einpr\u00e4gt \u2013 nicht nur in den K\u00f6rpern der Inhaftierten, sondern auch in den K\u00f6rpern derer, die geflohen sind, die geschwiegen haben, die die Berichte aus europ\u00e4ischen St\u00e4dten lesen und sp\u00fcren, wie der Boden unter ihnen wankt. Im Mittelpunkt der Recherche steht die Umsetzung dieser \u00dcberschneidung in choreografische und klangliche Sprache \u2013 die Entwicklung von Klang, die Auseinandersetzung mit r\u00e4umlichen Einschr\u00e4nkungen als performativer Rahmen sowie die Arbeit an einer \u201eWork-in-Progress\u201c-Vorstellung, die diese ersch\u00fctternde Realit\u00e4t auf die B\u00fchne bringt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hanna Launikovich ist eine Performance- und Klangk\u00fcnstlerin belarussischer Herkunft. Sie lebt in Frankfurt am Main und hat einen Master-Abschluss in Choreografie und Performance am Institut f\u00fcr Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen. Seit 2018 besch\u00e4ftigt sich Hanna Launikovich mit interdisziplin\u00e4ren dokumentarischen Praktiken. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Klang, Performance und dem nicht Einzuordnenden. Sie nimmt Themen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"content.php","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"wf_page_folders":[],"class_list":["post-1115","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/einfach\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1115","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/einfach\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/einfach\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/einfach\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/einfach\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1115"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/einfach\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1115\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1134,"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/einfach\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1115\/revisions\/1134"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/einfach\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1115"}],"wp:term":[{"taxonomy":"wf_page_folders","embeddable":true,"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/einfach\/wp-json\/wp\/v2\/wf_page_folders?post=1115"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}