{"id":617,"date":"2026-04-02T10:34:08","date_gmt":"2026-04-02T08:34:08","guid":{"rendered":"https:\/\/neu.frankfurt-lab.de\/?page_id=617"},"modified":"2026-04-30T11:33:29","modified_gmt":"2026-04-30T09:33:29","slug":"isabell-ratzinger","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/en\/isabell-ratzinger\/","title":{"rendered":"Isabell Ratzinger"},"content":{"rendered":"<p>Das hat noch nicht kein Gl\u00fcck gebracht<br \/>\nMit Bildhauerei einen Schatten fassen<\/p>\n<p>Mit jeder Sprechweise geht eine eigene Gef\u00fchls- und Gedankenwelt einher.<br \/>\nIm Alltagsverst\u00e4ndnis werden bestimmte Merkmale des Sprechens gerne als \u201atypisch weibliche\u2019 identifiziert. Dieses Verst\u00e4ndnis muss in Frage gestellt werden.<br \/>\nBestimmte sprachliche Merkmale sollen in bildhauerische Arbeit \u00fcbersetzt werden, sodass sie K\u00f6rper erhalten, die losgel\u00f6st sind von Geschlecht.<br \/>\nDie k\u00fcnstlerische Recherche f\u00fchrt ins ehemalige Ostpreu\u00dfen (heute Litauen und Russland). 1965 l\u00e4sst sich der franz\u00f6sische Philosoph Jean-Paul Sartre auf den Wanderd\u00fcnen der Kurischen Nehrung von Antanas Sutkus fotografieren. Zu seinen F\u00fc\u00dfen liegt der Schatten von Simone de Beauvoir. Eine ephemere Skulptur schaffen &#8211; Wie den Schatten fassen? Besonderes Interesse gilt der ostpreu\u00dfischen Sprache, die offiziell als ausgestorben gilt. Sie zeichnet sich durch Verniedlichungsformen sowie doppelte Verneinungen aus. Sie birgt Anhaltspunkte, um spezifische Sprechweisen von Klischees zu befreien. Dokumente ostpreu\u00dfischer Sprache und Kultur begegnen dem Schreiben von Simon de Beauvoir.<\/p>\n<p>Isabell Ratzinger wurde 1996 in Mainz geboren. 2022 erhielt sie ihr Diplom an der Hochschule f\u00fcr Gestaltung in Offenbach am Main mit dem Fokus Experimentelle Raumkonzepte, Bildhauerei und B\u00fchnenbild\/Szenischer Raum. Bisherige Ausstellungen und Forschungsprojekte f\u00fchrten sie \u00fcber Deutschland hinaus auch nach Japan und Litauen. Darunter Ausstellungen im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden, Frankfurter Kunstverein, Kawagoe\u2019s &#8216;The Kura and Contemporary Art\u2019 (Japan) und die Nida Art Colony (Litauen). Sie f\u00fchrt \u00f6ffentliche Workshops als kollektive, k\u00fcnstlerische Forschung durch, etwa &#8216;B\u00fcrofantasien. Fantastisch im Arbeitsalltag&#8217; (Kunstforum der TU Darmstadt, 2018) oder &#8216;Steal a Khaki&#8217; (Artist-in-Residence Yorii, Saitama, 2022). Im Jahr 2023 erhielt sie von den Beauftragten der Bundesregierung f\u00fcr Kultur und Medien (BKM) und der Stiftung Kunstfonds das NEUSTARTplus-Stipendium von NEUSTARTKultur f\u00fcr ihre k\u00fcnstlerische Forschung zum Verschwinden in der Region des ehemaligen Ostpreu\u00dfens. Isabell Ratzinger lebt und arbeitet in Offenbach am Main.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das hat noch nicht kein Gl\u00fcck gebracht Mit Bildhauerei einen Schatten fassen Mit jeder Sprechweise geht eine eigene Gef\u00fchls- und Gedankenwelt einher. Im Alltagsverst\u00e4ndnis werden bestimmte Merkmale des Sprechens gerne als \u201atypisch weibliche\u2019 identifiziert. Dieses Verst\u00e4ndnis muss in Frage gestellt werden. Bestimmte sprachliche Merkmale sollen in bildhauerische Arbeit \u00fcbersetzt werden, sodass sie K\u00f6rper erhalten, die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":813,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"content.php","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"class_list":["post-617","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/617","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=617"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/617\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":814,"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/617\/revisions\/814"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/813"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/frankfurt-lab.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=617"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}