Frankfurt Lab

Programm

Solidarisches Preissystem: € 8/12/21/36

ORT:
Halle 2

DAUER:
1 Std. 40 min

SPRACHE:
UKR, BEL, ENG (keine Sprachkenntnisse notwendig)

Emigrant Songs

Performance von Nastya Dzyuban, Olen Mamai, Hanna Launikovich & Andrii Punko
F°LAB Festival

Solidarisches Preissystem: € 8/12/21/36

ORT:
Halle 2

DAUER:
1 Std. 40 min

SPRACHE:
UKR, BEL, ENG (keine Sprachkenntnisse notwendig)

Polissja / Palesse ist eine Grenzregion zwischen der Ukraine und Belarus, in der trotz imperialer Auslöschungsversuche, kulturelle und sprachliche Gemeinsamkeiten bestehen, die Ukrainer*innen und Belarus*innen miteinander verbindet. In „Emigrant Songs“ sammeln vier Performer*innen Fragmente dieser Traditionen und verweben ihre Stimmen zu einem lebendigen, atmenden Archiv.

Im Zentrum des Stücks steht das Tarnnetz – ein Geflecht aus Stoff und Geschichten, aus (Un-)Sichtbarkeit und Schutz im andauernden Krieg. Auf der Bühne werden Fäden geknotet, Hände arbeiten rhythmisch, Stimmen erheben sich, Absätze beginnen zu stampfen.

Wie sehr passt man sich an, um sicher zu sein? Kulturelle Camouflage wird zum Versuch, sich in neue soziale Gefüge einzufinden – die eigene Kontur weichzuzeichnen, Präsenz zu verschleiern, im Hintergrund zu verschwinden. Migration wird zu einem ständigen Tanz zwischen dem Wunsch, gehört zu werden, und der Notwendigkeit, mit der sozialen Landschaft zu verschmelzen. Zwischen Weben und Singen, Verbergen und Offenbaren, folgen die Performer*innen fragilen Wegen, um sichtbar zu bleiben, während sie nach einem Ort suchen, woher sie stammen und dem Ort, an dem ihre Stimmen Resonanz finden.

Credits

Initiiert von Nastya Dzyuban; entwickelt und aufgeführt: Nastya Dzyuban, Olen Mamai, Hanna Launikovich und Andrii Punko.

Kostüm: Delphina O. Hennig

Holzarbeiten und emotionale Unterstützung: Nice Kager

Vermittlung & Begleitung des Volksgesangs: Tetiana Illchenko, Dariia Bakalova und die Volksmusikgruppe Bozhedary

Folkloreforschung und -beratung: Andrii Punko

Sound design: Hanna Launikovich

Technische Unterstützung: Felix Schwarzrock

Ein großes, herzliches Dankeschön an: Bernhard Siebert, Frédéric de Carlo, René Alejandro Huari Mateus, Barbara Krzoska, Chiara Marcassa, Jenny Flügge, Florian Ackermann und Team von Frankfurt LAB, Ida Daniel und das IX ProsoziTé Kollektiv, Natalia Shcherbina, Olena Bronnikova und andere Mitglieder:innen der Weben Gruppe, Melika Moazeni, Fabian Schäfer und Mania Kollectiv, Halyna Oblonina, Polina Oblonina, Tetiana Saienko

 

Gefördert von Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Gesellschaft Freunde internationales Theater Frankfurt. Unterstützt von der Hessischen Theaterakademie im Rahmen der Postgraduiertenförderung.

Hinweise

Situation

Diese Aufführung findet in einem offenen Raum ohne festgelegte Bestuhlung statt. Du kannst auf Stühlen sitzen oder dich frei bewegen. Im Zentrum steht ein gemeinsames Tun: das Weben eines echten Tarnnetzes, das nach der Performance an ukrainische Verteidigungseinheiten weitergeleitet wird. Du bist herzlich eingeladen, mitzuweben – oder einfach zuzusehen. Es gibt keine Verpflichtung. Gelegentlich werden sanfte Einladungen zum gemeinsamen Bewegen oder Singen erklingen, immer mit der Möglichkeit, auf deine eigene Weise dabei zu sein. Deine Anwesenheit – in welcher Form auch immer – ist willkommen.

 

Sprache

Die Hauptsprachen der Performance sind Ukrainisch und Belarussisch. Dennoch bleibt das Werk durch die geteilte menschliche Erfahrung, durch Bewegung und Klang unmittelbar zugänglich. Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich, um eine Verbindung zu der Arbeit aufzubauen. Um euer Erlebnis zu unterstützen, wird eine Broschüre mit Übersetzungen der Liedertexte bereitgestellt.

Kooperationspartner*innen: