In der Pelle die Zeit
Performative Installation von Emmi Esefeld
F°LAB Festival
03.10.: Solidarisches Preissystem € 8/12/21/36
04.10.: Eintritt frei, Reservierungen für die jeweils nächste Vorstellung werden vor Ort vom Einlasspersonal entgegengenommen.
Die Arbeit erschafft eine Zeit- und Wurstfabrik, durch welche die Besuchenden sowohl geleitet werden, als auch sich eigenständig bewegen. Ein klassisches Wurstprodukt erfüllt einen Konservierungszweck, die Haltbarmachung des Verderblichen. In der Fabrik wird die Pelle zum Gefäß für Identität und Erinnerung. Denn der Fleischwolf der Zeit will am liebsten pausenlos bedient werden.
Je nach Inhalt sind die diversen Würste unterschiedlich gut zu kauen und zu verdauen. Einige Würste werden sogar noch während der Nahrungsaufnahme unendlich weitergestopft. Nicht alle lassen sich einzeln ausscheiden. Oft bedeutet es einen kollektiven Kraftakt.
Zwischen Film, interaktiver Installation, Hörstücken, Sound und Performance lässt Emmi Esefeld einige Wurst-Arbeiter*innen, Endverbraucher*innen und Besuchende aufeinandertreffen. Was wollen wir durch den Fleischwolf jagen, drehen, was verwursten, in uns aufnehmen und verdauen, und was gehört endgültig ausgeschieden?
Credits
Künstlerische Leitung – Konzept, Bühnenbild, Sound, Video, Kostüm- & Zeitfleischerin: Emmi Esefeld
Künstlerische Assistenz – Ausstattung, Bühnenbild- & Fleischereifachverkäuferin: Sara Wieckenberg
Künstlerische Assistenz Aufbau: N.N.
Technik: Paul Peußer
Weitere Beteiligte: Phuong Thanh Tran (Videodarstellerin, Übersetzung vietnamesisch-deutsch), Linh, Hai, Torsten und Madlen als ausgewählte Interviewpartner*innen sowie spontane Interviewpartner*innen aus Geraberg, Erfurt, Dresden und Kohren-Sahlis.
Danke an die Fleischerei Steffen Schumm Langewiesen. An Quirin Fürbeck, Lea Brückner, Caroline Creutzburg, Carina Premer, Paul Koloseus, Christopher Gomer und Katharina Stephan.
Mit freundlicher Unterstützung: Frankfurt University of Applied Sciences, LAB Frankfurt, Staatstheater Wiesbaden und Hessische Theaterakademie.
Inhaltliche Hinweise und Triggerwarnungen
Darstellung von rohem Tierfleisch und seiner handwerklichen Verarbeitung
Darstellung von Fleischverzehr
Beschreibungen von Situationen, welche Menschen als ekelerregend und abstoßend wahrnehmen können
Kooperationspartner*innen: